Golf von A – Z

Die Liste wird aktualisiert mit Golfbegriff-Beiträgen im Blog


A

Albatross
Ein Loch, das mit drei Schlägen unter Par gespielt wird.

 

All square
Die Bezeichnung “all square” bedeutet, dass der Spielstand der Gegner beim Lochspiel gleich ist.

 

Ausgrenze
Die Ausgrenzen der Fairways sind durch weiße Pfähle gekennzeichnet. Landet der Ball im Aus (engl. out of bounds), muß von der gleichen Stelle in zweiter Ball geschlagen werden. Dafür kassiert man einen Strafschlag.


B

Back Door
“Durch die Hintertür“: Begriff beim Putten – wenn der Ball von der hinteren Kante ins Loch rollt.

 

Banane
Schlag, bei dem die Flugbahn nach rechts oder links führt (siehe auch „Slice“ oder „Hook“ und die Form einer Banane ähnelt.

 

Belehrung
Jede Art von Anregung oder Rat, die einen Spieler bei seiner Entscheidung über Schlägerwahl, Spielweise oder Ausführung eines Schlages beinflussen könnte, wird „Belehrung“ genannt. Eine Belehrung darf ausschließlich von seinem Caddie oder Mitspieler erfolgen.

Eine Information bezüglich Regelfragen über allgemeines Kenntliches, wie die Lage von Hindernissen oder die Flaggenposition auf dem Grün, gilt nicht als Belehrung.

 

Birdie
“Bird” (Vogel) war ein Slang-Ausdruck für exzellent! Das Loch wird 1 unter Par gespielt.

 

Blindes Loch
Eine Spielbahn, bei der die Fahne vom Abschlag aus nicht zu sehen ist, weil sie von Bäumen oder einem Hügel verdeckt wird.

 

Bogey
“Bogle” (Bogeyman) – schottischer Begriff für Teufel/Gnom, war im 16. Jahrhundert ein Ausdruck für den besten Spieler. Seinerzeit stellten Golfplätze den Bogey-Score auf. Als später Spieler und Ausrüstung besser wurden und den Bogey Score locker übetrafen, wurde der Begriff verwendet für 1 Schlag über Par.

 

Break
Ein Break ist die Kurve, die ein Ball auf dem Grün in Richtung Fahne nimmt, wenn der Boden nicht ganz eben ist.


C

Carry
Als Carry wird beim Golf die Distanz bezeichnet, die der Ball fliegt. Die Distanz, die er nach der Landung rollt, gehört nicht dazu.


D

Dackeltöter
Unter dieser – nicht offiziellen – Bezeichnung versteht man einen Ball, der ziemlich flach übers Fairway flitzt.

 

Dimple
Dimple ist die Bezeichnung für die kleinen Mulden, die sich auf der Oberfläche des Balls befinden. Anzahl, Anordnung und Form der Dimples beeinflussen entscheidend die Flugeigenschaften des Balls. Ein Ball mit glatter Oberfläche wäre kaum zu lenken und würde auch nicht so weite Distanzen zurücklegen.

 

Draw
Der Draw ist ein Golfschlag, bei dem der Ball rechts von der geraden Linie startet und nach einer sanften Linkskurve im Ziel landet. Der Draw kann genutzt werden, um die Flugbahn den örtlichen Gegebenheiten anzupassen – z. B. nach links abknickendes Fairway – und hat außerdem den Vorteil, dass seine Schlaglänge bei gleicher Startgeschwindigkeit ungefähr 10 % weiter ist als die eines gerade geschlagenen Balls.

 

Droppen
Landet ein Fall im Wasserhindernis oder liegt unspielbar, darf darf der Spieler ihn droppen. Gedroppt wird innerhalb von 2 Schlägerlängen – nicht näher zum Loch. Der Spieler muss dabei aufrecht stehen und den Ball mit auf Schulterhöhe ausgestrecktem Arm fallen lassen.


E

Eagle
Eagle (Adler) Ein besonderers guter “Bird”. Das Loch wird 2 unter Par gespielt.

 

EDS – Extra Day Score
Eine EDS-Runde ist eine im Sekretariat des jeweiligen Golfclubs anzumeldende, vorgabenwirksame Privatrunde, in der ein Spieler seine Stammvorgabe verbessern kann.

Spieler der Vorgabenklassen 5 und 6 (DGV-Stv. 26,5 bis Clubvorgabe 54) können eine beliebige Anzahl von Extra Day Scores als vorgabenwirksam einreichen. Die erstmalige Erspielung einer DGV-Stammvorgabe der Vorgabenklasse 5 (26,5 – 36,0) kann jedoch nur in einem vorgabenwirksamen Wettspiel erfolgen.

Bei Spielern mit einer DGV-Stv. in der Vorgabenklasse 3 oder 4 (11,5 bis 26,4) dürfen nur so viele EDS-Scores als vorgabenwirksam eingereicht und berücksichtigt werden, wie vorgabenwirksame Wettspielergebnisse erspielt wurden. Spieler mit einer DGV-Stv. der Vorgabenklassen 1 und 2 (bis 11,4) dürfen keine Extra Day Scores spielen.

Der Spieler muss auf seinem Heimatplatz spielen, der Zähler (Voraussetzung ist eine DGV-Stv. -36,0 oder besser) muss dabei nicht Mitglied dieses Clubs sein. Ein Golfprofessional darf nicht Zähler sein.

Eine EDS-Runde wird nach Stableford gespielt.

Verbesserungen werden wie folgt bewertet:
zwischen −37 und −54 (Vorgabenklasse 6) um 1
zwischen −26,5 und −36 (Vorgabenklasse 5) um 0,5
zwischen −18,5 und −26,4 (Vorgabenklasse 4) um 0,4
zwischen -11,5 und 18,4 (Vorgabenklasse 3) um 0,3

Verschlechterungen werden wie folgt bewertet:

In der Vorgabenklasse 6 gibt es keine Verschlechterung, in der Vorgabenklasse 5 beträgt die Verschlechterung 0,2 Punkte. In der Vorgabenklasse 3 und 4 wird die DGV-Stv. um 0,1 Punkt (pro Runde) heraufgesetzt – wenn die jeweiligen Pufferzonen nicht erreicht wurden.

Pufferzone
Vorgabenklasse 5 = 31 bis 36 Punkte
Vorgabenklasse 4 = 32 bis 36 Punkte
Vorgabenklasse 3 = 33 bis 36 Punkte

 

Ehre
Die Ehre hat
– beim Abschlag: der Spieler mit dem besten Handicap

– beim Weiterspiel: der Spieler, der das eben absolvierte Loch mit den wenigsten Schlägen gespielt hat.


F

Fade
Golfschlag, bei dem der Ball links von der geraden Linie startet und nach einer sanften Rechtskurve im Ziel landet. Der Fade fliegt höher und dadurch kürzer als der gerade Schlag.

 

Fairway-Hunter
Golfer, der besonders oft das Fairway trifft.

 

Fore
Warum rufen Golfer bei Gefahr “Fore!”? Der Begriff wird in Verbindung zu dem “Forecaddie” gebracht. Das war jemand, der dem Flight voraus ging um Bälle zu markieren, zum Beispiel im Rough. Es wird vermutet, dass diesem Caddie bei (Ball)-Gefahr eine Warnung zugerufen wurde, und dass daraus die Abkürzung “Fore” entstanden ist.


H

Hookspin
Als Hookspin bezeichnet man den Seitwärtsdrall beim Flug eines Balles. Er entsteht durch das Rausdrehen des Schlägerkopfes aus der Schwungbahn. Der Ball nimmt nach geradem Start eine Linkskurve.


K

Klassischer Vierer
Eine besonderte Spielform beim Turnier ist der “Klassische Vierer”. Hier wird der Ball von den beiden Mitgliedern einer der zwei Parteien abwechselnd geschlagen. Sowohl von Abschlag zu Abschlag als auch auf der Spielbahn wechselt jeweils der zuerst schlagende Spieler.

Eine verbreitete Variante ist der “klassische Vierer mit Auswahldrive”. Dabei schlägt jeder der zwei Mitspieler ab und der besser liegende Ball wird abwechselnd weiter gespielt.


L

Lose, hinderliche Naturstoffe
Unter diesem Begriff werden Blätter, Äste, Steine und Ähnliches verstanden . Auch Wümer und Insekten und deren Ausscheidungen gehören dazu. Sie dürfen überall auf dem Platz entfernt werden – außer im Hindernis. Dazu zählen Bunker und Wasser.

Wird beim Entfernen eines losen, hinderlichen Naturstoffes der Ball bewegt, muss er an die ursprüngliche Stelle zurück gelegt werden. Wird das vergessen, kassiert der Spieler zwei Strafschläge. Beim Lochspiel hat er das Loch verloren.

Übrigens: Sand und lose Erde zählen nicht zu losen, hinderlichen Naturstoffen und dürfen nur auf dem Green entfernt werden.

 

Lumber
Unter einem Lumber versteht man einen in die Bäume geschlagenen Ball. (Lumberjack = Holzfäller)


P

Par
Ein Begriff aus dem Wertpapier-Handel und bedeutet normaler Preis. Beim Golfen heißt das, der Spieler spielt das Loch „Par“. Also bei einem Par 5 zum Beispiel landet sein Ball mit fünf Schlägen im Loch.

 

Pull
Gerader Schlag, startet aber links von der Ziellinie und landet dementsprechend auch links vom Ziel.

 

Punch
Schlag mit gerader, aber bewusst flacher Flugbahn.

 

Push
Gerader Schlag, startet aber rechts von der Ziellinie und landet dementsprechend auch rechts vom Ziel.


R

Restehre
Ehre hat:
– beim Abschlag: der Spieler mit dem besten Handicap

– beim Weiterspiel: der Spieler, der das eben absolvierte Loch mit den wenigsten Schlägen gespielt hat.

Haben Spieler den gleichen Score, schlägt wieder der ab, der zuletzt die Ehre hatte. Die Ehre vom letzten Loch wird übertragen – man spricht deshalb von Restehre.


S

Scratch
Einen Golfspieler mit Handicap Null nennt man “Scratch-Player”. So sind alle Profis Scratchspieler.

 

Slice
Schlag, der gerade startet und dann eine (zumeist) ungewollte Rechtskurve macht.

 

Stableford
Bei der Stableford-Spielform wird die Vorgabe auf die einzelnen Löcher verteilt. Bei einem Handicap von -54 darf der Spieler pro Loch also drei Schläge mehr spielen und spielt dabei immer noch Par. Dabei spricht man von einem Netto-Par. Braucht ein Handicap-0-Spieler für ein Loch genau so viele Schläge wie das Par vorsieht, bei einem Par 5 also fünf Schläge, bekommt er zwei Stableford-Punkte. Der Spieler mit Handicap -54 bekäme bei derselben Schlagzahl drei Punkte mehr – also fünf.

 

Sweet Spot
Der Sweet Spot ist der Bereich auf dem Schlägerblatt, wo der Ball optimal getroffen wird und damit die längste Distanz und die beste Genauigkeit erreicht.


T

Tee
Der Begriff Tee hat zwei Bedeutungen: Einmal handelt es sich um den Stift aus Holz oder Kunststoff, auf den der Ball beim Abschlagen (normalerweise) gelegt wird. Als Tee wird aber auch der Bereich bezeichnet, von dem abgeschlagen wird.

P. S.: Der Abschlag ist der einzige Ort beim Golfen, wo für den Schlag ein Tee benutzt wird. Zwingend vorgeschrieben ist das Benutzen eines Tees allerdings nicht.


Yips
Bei Yips handelt es sich um eine mental bedingte motorische Störung, die besonders beim Putten auftreten kann. Es gab Golf-Profis, die diese „Golfkrankheit“ erst nach langen Mühen zu überwinden konnten. Auch Bernhard Langer leidet darunter. Er spielt deshalb mit einem verlängerten Putter.

2 Gedanken zu „Golf von A – Z

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