Der 3-Club-Pokal – das etwas andere Turnier

3-Club-Pokal, alle Sieger, Präsidenten und Geschäftsführer

Man mag das Turnier oder aber man mag es nicht. Hier scheiden sich die Geister, denn der 3-Club-Pokal fordert seine Spielerinnen und Spieler in ganz besonderer Weise, d.h. 3 verschiedene Plätze, 3 Spieltage, 3mal unterschiedliche Grüns, 3mal 4er-Flights, 3mal Kanonenstart.

Auf den Heimatplätzen der teilnehmenden Clubs (GC Wörthsee, GC Feldafing, Münchner GC) wird von Freitag bis Samstag jeweils eine Runde gespielt. Am Ende der drei Tage nimmt der Siegerclub die Trophäe, eben den 3-Club-Pokal mit zu sich ins Clubhaus.

Da es erfahrungsgemäß Ende Juli (26. – 28.07.) immer sehr heiß ist, kommen die Teilnehmer meist kräftig ins Schwitzen. So auch am ersten Spieltag in Feldafing. Das Thermometer zeigte knapp 40 Grad Celsius an und trotz der vielen Bäume auf dem Platz am Starnberger See zeigte sich die Sonne von ihrer gnadenlosen Seite. Die Flight-Zusammenstellung (4er-Flights, gemischte Handicaps), der Kanonenstart um 11.00 Uhr zur heißesten Zeit, die engen Fairways, welche oft verfehlt wurden, die Suche der Bälle in den Bäumen und Büschen, sowie die teils sehr anspruchsvollen Fahnenpositionen, welche so manchen 3-Putt provozierten, trugen dazu bei, dass sich die Gesamtspielzeit in manchen Flights bis zu 5 Stunden und 45 Minuten dehnte. So mancher hätte das Fairway liebend gerne mit den glitzernden Fluten des nahegelegenen Starnberger Sees getauscht.

Am Samstag dann in Wörthsee, waren eigentlich heftige Gewitter und Regenfälle angesagt, weshalb der Kanonenstart auf 10 Uhr vorverlegt wurde. Der Wettergott hatte jedoch Mitleid mit den geplagten Golfern und beließ es bei einem bewölkten Himmel und ein wenig Sprühregen bei angenehmen Temperaturen um die 25 Grad. Das Feld der 4er-Flights bewegte sich im GCW deutlich schneller, obwohl viele Teilnehmer aus Feldafing und dem MGC das berühmt-berüchtigte Bermudadreieck fürchteten. Die beiden Halfway-Stationen trugen mit ihren Leckerbissen zur guten Laune bei und niemand musste bangen zum Opfer eines Hitze- oder Blitzschlages zu werden.

Am Finaltag in Straßlach auf der Anlage des Münchner Golfclub testeten die Spieler die neu gestaltete Driving Range und das supergroße, neue Putting-Grün, bevor auf dem A-B Kurs wieder um 11 Uhr zeitgleich auf allen Abschlägen gestartet wurde. Zur Abendveranstaltung und Siegerehrung sollten alle Teilnehmer gleichzeitig zurück sein. Der MGC hatte eindeutig die schnellsten Grüns im Vergleich zu Feldafing und Wörthsee. Auch hier gab es die ein oder andere interessante Fahnenposition und die Anstrengung der vorangegangenen Tage forderte bei einigen Teilnehmern ihren Tribut. Zu allem Überfluss verfärbte sich der Himmel über dem MGC gegen Ende des Spieltags auch noch bedrohlich schwarz. Leider erwischte der einsetzende Regen noch einige Flights auf den letzten Spielbahnen und spätestens beim Einladen der Bags in die Autos waren dann alle richtig nass.

Zur Abendveranstaltung traf man sich dann zeitig im Restaurant des MGC, wo beim Aperitif schnell gute und nette Gespräche zustande kamen. Viele Spielerinnen und Spieler sind ja bereits „alte Hasen“, was die Häufigkeit der Teilnahme am 3-Club-Pokal betrifft und so galt es, alte Bekanntschaften aufzufrischen und natürlich die Spieler aus dem fernen GC Kitzeberg/Kiel und deren Freunde aus Hohenpähl zu begrüßen, für die dieses Turnier längst zur Traditionsveranstaltung geworden ist und die bei jedermann/frau bestens bekannt sind.

Nach einem schmackhaften Menü verkündete die Vizepräsidentin des MGC, Claudia Bachmair-Vogl in gewohnt unterhaltsamer Weise und mit unverhohlenem Stolz, dass der Pokal in diesem Jahr nun endlich das Clubhaus des MGC zieren würde, jahrelang hatten zuvor die Spieler aus Wörthsee die Trophäe innegehabt. Nikolaus von Koblinski (Präsident Feldafing) und Christoph Grün (Präsident Wörthsee) ehrten zusammen mit Frau Bachmair-Vogl dann auch die Brutto- und Nettosieger aus ihren Clubs.

Das beste Bruttoergebnis Herren erzielte der noch sehr junge Patrick Mayer, der mit 99 Bruttopunkten an drei Tagen das Feld dominierte, bei den Damen die ebenso talentierte und junge Antonia Eder (82), beide aus dem MGC.
Die drei besten Bruttoergebnisse aus Wörthsee erzielten bei den Herren Nikolaus Sivaloganathan (89), Michael Fuchs ( 79) und Herbert Plenk (73). Christine Grün (66), Christiana Tromayer (53) und Christine Hoffmann (46) waren bei den Wörthseer Damen führend.

Zum Trost, für alle, die ihr Handicap verschlechtert haben: nur vier Spieler aus Wörthsee hatten jeweils einen Glückstag und konnten ihre Vorgabe verbessern (Michael Fuchs 41 Netto, Josef Braun 39 Netto, Christoph Grün 39 Netto, Nikolaus Sivaloganathan 38 Netto).

Also dann, erst mal erholen und in 2020 mit erstarkten Kräften überlegen, ob man den 3-Club-Pokal mögen wird oder nicht 😉.

 

 

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